Small4Good

Small4Good und Living Lab "Zentral Europa" 2024 bis 2028

Eine Zukunft mit einer verbesserten Bereitstellung von Biodiversität und Ökosystem-Leistungen aus Europas Wäldern durch eine nachhaltige und multifunktionale Bewirtschaftung und durch aktive und motivierte Kleinwaldeigentümer, die einen Beitrag zu den Gesamtzielen der EU leisten. Die Bewirtschaftung wird lokal angepasst und durch partizipatorische Co-Creation-Prozesse gestaltet, aber im Einklang mit den allgemeinen Zielen der EU-Forststrategie. Eine multifunktionale Bewirtschaftung wird ermöglicht, mit massgeschneiderter Bewirtschaftung für Kohlenstoffspeicherung, Biodiversitätsförderung und/oder Holzproduktion; und der Bezahlung von Ökosystemleistungen (Payment Ecosystem Services, PES), die auf die Kleinprivatwaldbesitzer zugeschnitten sind. Lösungen werden durch künstliche Intelligenz (KI) und digitale Lösungen unterstützt, um die Bewirtschaftung zu fördern und zu unterstützen.

Projektdauer: 01.01.2024 – 31.12.2028
Bi-Nationales Living Lab Basel:
Das Living Lab Basel Erfolg in Partnerschaft mit der Forstkammer Baden-Würdenberg
Perimeter: Gesamte Waldfläche des Kanton Basel-Landschaft und Kanton Basel-Stadt
Stakeholder:
i) Privatwaldbesitzer. 6’000 Privatwaldbesitzer mit 4’000ha Wald.
[i) Öffentlichen Waldeigentümer, 150 mit 20’000ha Wald]
[iii) Waldbewirtschafter]
Kernthemen:
i) Ökosystem-Leistungen
ii) Biodiversität
iii) Klimaleistung

  • Small4Good wird multifunktionale Bewirtschaftungs- und Geschäftsmodelle für Kleinwaldbesitzer entwickeln, die durch PES-Systeme (mit Schwerpunkt auf Biodiversität und Kohlenstoff) finanziert und durch digitale Lösungen unterstützt werden, um die Bewirtschaftungskapazität und das Engagement der Kleinwaldbesitzer zu verbessern.

  • Um die Akzeptanz und die gewünschte langfristige Wirkung zu sichern, müssen die Bewirtschaftungsmodelle auf die tatsächlichenBeweggründe der einzelnen Waldbesitzer und die große Vielfalt der Ökosystemeigenschaften und sozio-ökonomischen Bedingungen in ganz Europa abgestimmt sein.

  • Daher wird sich das Projekt darauf konzentrieren, die Motivationen von Kleinwaldbesitzern zu verstehen, und die Entwicklung von Geschäfts- und Managementmodellen in vier Regionen in Europa verfolgen (Multi-Akteurs-Living-Lab-Ansatz).

  • Die in den Living Labs (LL) gewonnenen Erkenntnisse werden mit Hilfe geeigneter Verbreitungs-, Verwertungs- und Kommunikationsmassnahmen genutzt, um Kleinwaldbesitzer in ganz Europa auf den Weg zu einer nachhaltigen und multifunktionalen Bewirtschaftung zu bringen.

 

Die mitteleuropäische “Living Labs” LL wird im äussersten Südwesten Deutschlands im Landkreis Hochrhein und in den benachbarten Kantonen Basellandschaft und Basel-Stadt in der Nordwestschweiz liegen. Die grenzüberschreitende Region zeichnet sich durch ähnliche kleinräumige Besitzstrukturen und umwelt- und waldbauliche Bedingungen aus. In den letzten fünf Jahren sind die Folgen des Klimawandels durch Trockenheit und Insektenbefall in grossem Umfang sichtbar geworden. Es wird davon ausgegangen, dass einzelne Kleinwaldbesitzer mit dieser Situation überfordert sind. Viele Waldbesitzer sind nicht mit Branchennetzwerken wie Forstbetriebsgemeinschaften vertraut, die eine Zusammenarbeit und den Zugang zu forstlicher Beratung ermöglichen. Vor allem nicht traditionelle Waldbesitzer kümmern sich um ihren eigenen Wald. Ziel des LL ist es, die multifunktionale Bewirtschaftung der von Störungen betroffenen Wälder durch Organisationsmodelle zu verbessern und durch PES-Systeme für Kohlenstoff und Biodiversität zu unterstützen, was es uns ermöglicht, die zukünftigen Auswirkungen auf verschiedene Ökosystemleistungen des Waldes und die Biodiversität zu untersuchen. Ziel ist es, einen ganzheitlichen Überblick über die potenziellen Auswirkungen der waldbaulichen Bewirtschaftung auf die multifunktionalen Vorteile von Wäldern in kleinem Besitz zu gewinnen.

  • Die Region wird als europäisches Beispiel im Rahmen der Forschung bearbeitet und international vernetzt.

  • Privatwaldeigentümer werden mobilisiert

  • Die Ergebnisse können für die Verbandsarbeit genutzt werden

  • Wertschätzung für das Waldeigentum

  • Aufbau von Know-how

  • Rollenklärung von Waldeigentum, Waldbewirtschaftung

  • Wissensaufbau zum Einfluss von Eigentümertyp und Bewirtschaftertyp auf das «Waldbild»

  • Potenzial verschiedener zukünftiger Geschäftsmodelle für archetypische Waldbesitzer und Waldtypen

Kontakt:

Janine Schweier (Gruppenleiterin Waldressourcen und Waldmanagement Nachhaltige Forstwirtschaft - WSL)
janine.schweier(at)wsl.ch
+41 44 739 2478

Raphael Häner (Geschäftsführer WaldBeiderBasel)
info@waldbeiderbasel.ch